Wesen des Komondors

Jeder Hundeliebhaber, denkt, seine Rasse ist die beste. Das ist eigentlich auch richtig, denn jede Rasse, wie auch jedes Individuum einer Rasse ist einmalig und anders.
Jeder Rasse - auch die neuerdings von den Politikern fälschlicherweise zu den Kampfhunden zählenden Rassen liegt das Töten aus Lust nicht im Blut, sondern sind bei artgerechter und liebevoller Behandlung - wie es schon immer seit Jahrtausenden war - die treuesten und besten Gefährten des Menschen.
Daran werden auch die kurzlebigen Meinungen der Politiker nichts ändern.

Andere Darstellungen beweisen nur, was der Mensch aus Tieren, aus Werkzeugen und aus sich selbst machen kann, wenn er sie zum Töten missbraucht.

Der Komondor ist die von der Zivilisation noch "unbeleckteste" Rasse, die sich alle Ursprünge noch bewahrt hat. Sie ist am wenigsten den Einflüssen der Zivilisation unterlegen. Das lag wohl auch daran, dass der Komondor jahrhundertelang selbstständig handelte, wenn die Hirten sich schlafen legten, hat er selbstständig die Herde bewacht und es brauchte keinen Befehl, um ihn anzuleiten. Damit hat er sich nicht nur Selbständigkeit bewahrt und ist nicht nur Befehlsempfänger und Ausführmaschine, sondern kann Dank seiner Intelligenz Situationen nach eigenem Ermessen und Intelligenz klären.

Der Komondor ist keine Rasse, die bettelt oder deren höchstes Ziel es ist, Befehle seines Herrchens möglichst schnell und gekonnt umzusetzen und - nach einem Fußtritt im sprichwörtlichem Sinne seines Herrchens vielleicht noch angekrochen kommt und um Entschuldigung winselt.

Der Komondor will nicht als Diener, sondern als Rudelmitglied behandelt werden, als eines, das sich zwar unterordnet, aber dennoch kein Sklave ist.

Demzufolge kann man einen Komondor auch nur erziehen, aber nie abrichten wie einen Deutschen Schäferhund. Prügel, Schläge oder Anschreien stoßen, bei ihm als Rudelmitglied, auf Widerstand, denn er ist kein Sklave oder Diener und lässt sich nicht alles gefallen.

Davon abgesehen, dass kein Hund so behandelt werden sollte, wird er dadurch bösartig und gefährlich.

Einem Komondor liegt es in der Natur, dass er nicht alles macht, was sein Herrchen gerade will, wenn er der Meinung ist, dass es zur Zeit etwas wichtigeres gibt. Er kann sehr eigenwillig wie eine Katze sein, der seinen kleinen eigenem Freiraum wie auch jedes Rudelmitglied beansprucht.

Ein Komondor ist deshalb nichts für Leute, die eine eigene Bestätigung brauchen oder einen Hund als Diener. Auch nicht für welche, die nur dann zufrieden sind, wenn ihr Hund alles 100 % so ausführen muss, wie es den oft sinnlosen Wünschen des Herrchens entspricht. Noch weniger sollten sich Leute diesen Hund zur Bewachung eines Grundstückes anschaffen, wenn sie keine Zeit haben, ausgiebig Rudelkontakte mit ihm zu pflegen oder gar als Kettenhund. Dieser Komondor wird sich dafür rächen.

Auf Grund seiner Eigenschaften sieht man den Komondor nur noch selten und er gehört auch nur in die Hand erfahrener Halter, die, wie auf der Seite des Klubs für Ung. Hirtenhunde e. V. (www.kfuh.de) so schön geschrieben steht:
“Welche Anforderungen stellt der Hund an seinen Besitzer?
Sein Besitzer sollte ihm charakterlich ebenbürtig sein, bitte verzeihen Sie, wenn ich dies so ausdrücke, also ein Mensch mit natürlichem ­ nicht vorgetäuschtem oder auftrumpfenden - Selbstbewusstsein, Intelligenz und echter Zuneigung für den Hund sowie dem Wissen, dass man den Komondor weder ungerecht bestrafen noch mit körperlicher Härte erziehen oder behandeln darf.”


Leider wird durch manche Politiker und Beamte sehr viel Unsinn über unsere Hunde ohne jeden Sachverstand und -kenntnis verbreitet und wissenschaftliche Meinungen ignoriert. Da werden Kampfhunderassen entdeckt und die Hunde in “gute” und “böse” Rassen eingeteilt. Wer weiß, wo man sich das abschaut; vielleicht bei den Politikern selbst. Vielleicht meint man Charakter, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit auch auf die Hunderassen übertragen zu können, wer weiß, aber das sind keine Menschen.